Der Kindeswohlgefährdung vorbeugen

Birgit Latschar (2.v.l.) und Ulrike Grob-Weidlich (r.) informierten Erzieherinnen und Erzieher zum Vorgehen bei KindeswohlgefährdungGemeinsame Fortbildung des ASB und des Netzwerks Kinderschutz Worms

Mit der Ergänzung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes um den § 8a wurde der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung für Jugendamt und freie Träger eindeutiger formuliert. Das Jugendamt muss nun bei Vorliegen „gewichtiger Anhaltspunkte" das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrer Fachkräfte abschätzen und entsprechende Maßnahmen einleiten.
Träger und Einrichtungen, wie z.B. Kindertagesstätten, die auf Grundlage des Sozialgesetzbuches VIII arbeiten sichern über Vereinbarungen zu, diesen Schutzauftrag entsprechend wahrzunehmen. Dazu gehören neben einer Gefährdungseinschätzung unter Einbeziehung einer „insoweit erfahrenen Fachkraft" auch die Dokumentation und das Vorgehen nach einem Verfahrensablauf sowie das Entwickeln eines Schutzkonzeptes.
Insgesamt über 100 Fachkräfte von Kindertagesstätten, Kinderkrippen und Kinderhorten, darunter Leitungskräfte und Erzieherinnen und Erzieher aus dem Gruppendienst der kommunalen und kirchlichen Einrichtungen haben an der Fortbildungsveranstaltung des ASB teilgenommen.
Die Sorge für das Wohlergehen und der Schutz vor Gefahren für Kinder ist eine der wichtigsten, aber auch sensibelsten Aufgaben von Erzieherinnen. Durch täglichen Kontakt zu Kindern und Eltern erkennen sie oft frühzeitig Gefahren. Gleichzeitig bestehen nicht selten Handlungsunsicherheiten, was im konkreten Fall zu tun ist. Fragen, wie die nach der Einbeziehung der Eltern oder der Zeitpunkt der Information des Jugendamtes müssen abgewogen werden.Im Rahmen der Fortbildung wurden die gesetzlichen Grundlagen nach dem neuen Paragrafen 8a SGB VIII erläutert und Formen der Kindeswohlgefährdung dargestellt. Ebenfalls standen das Erkennen und Beurteilen sowie das fachliche Handeln und Gespräche mit Eltern bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Auch der Datenschutz und das Landeskinderschutzgesetz waren Thema. Ziel der Fortbildung war der Erwerb von Handlungssicherheit für den Ernstfall. In lebhaften Diskussionen, Rollenspielen und Fallbesprechungen ergänzt mit theoretischen Inhalten wurden Probleme angesprochen und die neue gesetzliche Regelung erläutert. Die Fortbildung stand unter der Leitung der Mitarbeiterin des ASB Kinderschutzdienstes, Diplom Pädagogin Birgit Lattschar, die momentan in Elternzeit, aber weiter als Fortbildungsreferentin und Supervisorin tätig ist. Die Vorstellung des Netzwerks Kinderschutz der Stadt Worms übernahm die Netzwerkkoordinatorin Ulrike Grob-Weidlich. Sie stellte auch die Internetpräsenz des Netzwerks www.fruehe-hilfen-worms.de mit den dort aufgeführten Hilfsangeboten vor.

 

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