Gutes Nebeneinander der Freiwilligendienste in Gefahr

Freiwillig aktiv mit QASB lehnt Vorzug des Bundesfreiwilligendienstes zulasten des Freiwilligen Sozialen Jahres ab

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) plant, die Förderung für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) zu begrenzen. Das wurde jetzt dem Wormser ASB-Kreisverband vom ASB Bundesverband mitgeteilt.
Hintergrund sind Informationen des ASB, wonach das Bundesministerium annimmt, dass Einsatzstellen aller Träger von Freiwilligendiensten, den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) nicht in ausreichendem Maße bewerben. Anonyme Stichproben bei Einsatzstellen hätten ergeben, dass überwiegend FSJ-Plätze angeboten worden seien, was die Einführung des BFD behindere. Die pauschale Kritik an der Einführung des BFD weisen der ASB Bundesverband, wie auch der ASB Worms zurück. „Wir weisen alle Interessenten an Freiwilligendiensten auf die Möglichkeit des BFD und des FSJ hin. Wir sind ebenso bemüht, die BFD Stellen zu besetzen, letztlich ist es aber auch die Entscheidung der Bewerber, für welchen Freiwilligendienst sie sich entscheiden", so Dirk Beyer, Pressesprecher des ASB und zuständig für Freiwilligenarbeit im Kreisverband.
Das BMFSFJ beabsichtigt derzeit, nur noch FSJ-Plätze zu fördern, wenn diese im Verhältnis 3:2 zu BFD-Plätzen stehen, was eine Umwidmung bestehender FSJ- in BFD-Verträge zur Folge haben könnte. Der ASB befürchtet eine Ungleichbehandlung der Freiwilligendienste zu Lasten des bereits etablierten FSJ und warnt vor weitreichenden Folgen des Vorhabens. „Die geplanten Maßnahmen hätten einen hohen bürokratischen Aufwand für die Träger und auch für die Freiwilligen zur Folge. Außerdem tragen sie zur Verunsicherung bei den Freiwilligen bei und sind daher sicher nicht zielführend", so Beyer.
Das derzeit noch geringe Interesse am BFD liegt für den ASB unter anderem auch darin begründet, dass ein Freiwilligendienst mehr als einen Monat Zeit benötigt, um zu wachsen und ein Profil zu entwickeln. Für Viele ist der BFD trotz Werbemaßnahmen noch immer unbekannt. Das merken die Wormser Samariter auch in den Gesprächen mit Interessenten. Hier die Verantwortung auf die Einsatzstellen abzuwälzen, sei nicht angemessen.
Der ASB hat sich bereits frühzeitig auf die Einführung des BFD vorbereitet, musste aber auch immer noch auf Nachbesserung einzelner Punkte, die den Dienst gegenüber dem FSJ unattraktiv machten, durch das Bundesministerium warten. Der ASB unterstützt ausdrücklich die Einführung des BFD und sieht diesen Dienst als Chance, freiwilliges Engagement generationenübergreifend zu stärken. So war der Wormser ASB Mitglied einer bundesweiten Arbeitsgruppe des ASB, die sich mit dem Thema Freiwilligenarbeit beschäftigt hat. Bei den Wormser Samaritern stellt man aber auch klar: Die Einführung eines weiteren Freiwilligendienstes darf nicht zulasten bereits seit Jahrzehnten erfolgreicher Freiwilligendienste, wie dem FSJ gehen.

 

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