Kampagne "Grenzen achten!" in Kooperation mit dem ASB

Grenzen achtenAktion soll Männer für sexualisierte Anmache im öffentlichen Raum sensibilisieren / Auftakt mit Plakataktion zum Backfischfest

 

„Wir machen uns gegen Belästigung stark" prangt groß auf den Plakaten, die derzeit an vielen Wormser Litfaßsäulen zu sehen sind. Unter dem Schriftzug posieren die drei Wormatia Spieler Dorothea May, Niels Magin und Benjamin Himmel für die Kampagne GRENZEN ACHTEN, die in Worms gestartet ist.

„GRENZEN ACHTEN! richtet sich gegen sexualisierte Anmache im öffentlichen Raum. Dazu gehören verbale Belästigungen wie Hinterherrufen, Nachpfeifen und obszöne Kommentare genauso wie körperliche Grenzüberschreitungen wie Begrapschen von Frauen und Mädchen", fasst Regina Mayer vom Frauennotruf Worms das Kampagnenthema zusammen. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Worms, Jasmine Olbort, und Anika Baumann vom ASB-Kinderschutzdienst hat sie die Kampagne konzipiert und umgesetzt.

Diese Belästigungen seien alltäglich und gelten allgemein als normal aber sie schränken die Bewegungsfreiheit von Frauen und Mädchen stark ein und sorgen dafür, dass diese sich nicht angstfrei im öffentlichen Raum bewegen können. Gerade auf Volksfesten wie dem Wormser Backfischfest kommt es erfahrungsgemäß häufig zu sexualisierter Anmache, die immer ein ungutes Gefühl hinterlässt.

„Meist wird aber nur darüber gesprochen, was Frauen und Mädchen tun können, um sich zu schützen oder wie sie sich gegen unangenehme Anmache wehren können. Dabei müssen wir Männer als die Verantwortlichen für solche Situationen klar benennen und sie auffordern, ihr Verhalten zu ändern", erklärt Anika Baumann das Ziel von GRENZEN ACHTEN!

Die Wormatia ist für ein solches Vorhaben eine ideale Kooperationspartnerin", ergänz Jasmin Olbort, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. „Fußballerinnen und Fußballer, die sich dafür aussprechen, gegen sexualisierte Anmache aktiv zu werden und Frauen respektvoll zu behandeln, können vor allem für männliche Jugendliche echte Vorbilder sein."

Mit finanzieller Unterstützung vieler Sponsoren und Förderer wurden vier Plakatmotive entwickelt und umgesetzt. Entstanden sind neben den Plakaten auch Postkarten, Flyer und weitere Materialien, die an vielen Stellen in Worms zum Mitnehmen ausliegen und dazu auffordern, Frauen gegenüber Respekt zu zeigen.

Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.grenzenachten.de.

 

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